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Technische Daten

Bauwerft: Bath Iron Works Main
Kiellegung: 12. April 1966 (als DDG 29)
Stapellauf: 13. April 1968

Taufe:

Durch Anna Maria Mölders
Mutter des Namensgebers Oberst Werner Mölders (Luftwaffe)
Indienststellung: 20. September 1969
Außerdienststellung: Außerdienststellung: 28. Mai 2003

Besatzung:

334 Mann (24 Offiziere, 32 Portepeeunteroffiziere, 99 Unteroffiziere und 179 Mannschaften)
Höchstgeschwindigkeit: 35 kn
Verdrängung 4.460 ts
Länge: 134,4 m
Breite: 14,4 m
Höhe: 43,6 m
Tiefgang: 6,4 m
Maschine: 4 Hochdruck-Heißdampfkessel, 2 Turbinen, 2 Wellen, 2 Schrauben
Mascheinenleistung: 70.000 PS
Kraftstoffvorrat: ca. 900 t
Reichweite: 4.500 sm bei 20 Knoten
Bewaffnung: 1 x Mk 13 Flugkörperstarter für StandartMissile 1A und Harpoon
  2 x 127 mm Geschützturm
  1 x ASROC-Starter
  2 x Rolling Airframe Missile Starter
  2 x Dreifachtorpedorohre
  2 x 20 mm Maschienenkanone
  2 x 6-fach SRBOC-Werfer
Radar: AN/SPS-52-3D-Luftraumüberwachungsradar
  AN/SPS-40-2D-Luftraumüberwachungsradar
  AN/SPS-67-Seeraumüberwachungsradar
  Raypath Navigationsradar
Sonar: DSQS 21 B
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Zurückgelegte Seemeilen

In ihren 33 Jahren und 245 Tagen Dienstzeit hat die MÖLDERS insgesammt 675.045 Seemeilen zurück gelegt.

Hier eine kleine Übersicht, die vom NO der MÖLDERS 2003 auf der Verlegfahrt nach Wilhelmshaven erstellt wurde:

Jahr1. Quartal2. Quartal3. Quartal4. QuartalJahr GesamtSchiff Gesamt
1969 0,0 0,0 0,0 5.427,0 5.427,0 5.427,0
1970 8.050,0 10.493,0 9.632,0 4.526,0 32.701,0 38.128,0
1971 8.071,0 2.504,0 4.678,0 13.014,0 28.267,0 66.395,0
1972 4.584,9 7.950,0 5.220,5 11.771,5 29.526,9 95.921,9
1973 4.945,9 374,6 0,0 0,0 5.320,5 101.242,4
1974 0,0 3.383,3 11.187,0 8.253,4 22.823,7 124.066,1
1975 8.245,0 6.207,7 5.228,9 2.129,6 21.811,2 145.877,3
1976 4.595,0 6.587,9 9.078,7 9.078,7 29.340,3 175.217,6
1977 9.391,3 3.723,0 5.620,6 0,0 18.734,9 193.952,5
1978 0,0 0,0 517,3 4.093,3 4.610,6 198.563,1
1979 1.496,0 15.318,1 11.725,0 2.710,1 31.249,2 229.812,3
1980 7.623,1 0,0 311,5 4.466,9 12.401,5 242.213,8
1981 6.563,4 7.225,7 4.896,5 1.237,3 19.922,9 262.136,7
1982 6.951,8 0,0 0,0 0,0 6.951,8 269.088,5
1983 1.063,0 0,0 832,8 770,9 2.666,7 271.755,2
1984 2.034,1 4.431,2 623,0 16.722,2 23.810,5 295.565,7
1985 12.573,0 6.650,5 5.352,6 3.279,2 27.855,3 323.421,0
1986 202,4 5.382,8 11.644,4 8.728,7 25.958,3 349.379,3
1987 515,5 13.229,5 6.666,9 12.145,0 32.556,9 381.936,2
1988 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 381.936,2
1989 1.294,4 559,7 612,7 2.759,1 5.225,9 387.162,1
1990 6.398,7 15.250,1 48,7 7.571,4 29.268,9 416.431,0
1991 13.004,8 1.909,4 5.019,0 5.959,8 25.893,0 442.324,0
1992 11.107,8 4.176,6 602,7 134,3 16.021,4 458.345,4
1993 0,0 0,0 1.139,1 1.116,6 2.255,7 460.601,1
1994 2.127,9 2.882,0 2.409,4 5.125,8 12.545,1 473.146,2
1995 668,3 8.266,8 9.385,3 11.694,2 30.014,6 503.160,8
1996 0,0 0,0 0,0 660,9 660,9 503.821,7
1997 5.143,0 5.043,1 7.545,2 12.180,7 29.912,0 533.733,7
1998 11.145,7 3.038,1 4.778,9 13.866,0 32.828,7 566.562,4
1999 7.809,7 11.503,4 0,0 0,0 19.313,1 585.875,5
2000 887,9 4.836,1 9.829,7 3.894,8 19.448,5 605.324,0
2001 13.821,8 7.261,0 1.348,6 5.436,9 27.868,3 633.192,3
2002 4.255,4 14.118,3 14.687,0 8.792,6 41.853,3 675.045,6
2003 0,0 0,0     0,0 675.045,6

 

 

Bewertung: 5 / 5

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Zerstörer Mölders - D 186

Der 1969 in Dienst gestellte Lenkwaffenzerstörer MÖLDERS (D 186) gehörte mit seinen beiden Schwesterschiffen LÜTJENs (D 185) und ROMMEL (D 187) zu den ersten, mit weitreichenden Raketen bewaffneten Kriegsschiffen der deutschen Bundesmarine.

Alle drei deutschen Schiffe waren modifizierte Einheiten der US-amerikanischen "Charles-F.-Adams"-Klasse. Die Modifikationen bezogen sich Hauptsächlich auf die Bewaffnung, die Unterbringung der Besatzung und angepasste elektronische Anlagen. Sie wurden bei der Bundesmarine als Klasse 103 geführt.

Nach dem Stapellauf am 13. April 1968 bei den Bath Iron Works Corp. Bath Main USA und der Indienststellung am 20. September 1969 fand die MÖLDERS im 1. Zerstörergeschwader in Kiel ihre Heimat.

Die erste große Modernisierung erhielt die MÖLDERS von November 1977 bis April 1978. Der Hauptbestandteil der Modernisierung war die Umrüstung des Lenkwaffesystems von den "TATAR"-Raketen auf die "Standard Missile" mit gleichzeitiger Erneuerung der Feuerleitanlagen, der Austausch der 127mm Geschütze Mod. 7 gegen Mod. 10 Geschütze und die Umstellung der Kesselanlage von schwerem auf leichtes Heizöl. Sie wurde nun unter der Klasse 103A geführt.

Von April 1982 bis Januar 1983 wurde eine zweite große Modernisierung durchgeführt, wobei die Radar- und Feuerleitanlagen erneuert wurden und das Deckshaus auf dem Signaldeck entstanden ist. Auch nach dieser Modernisierung änderte sich die Klasse, die da nun lautete 103B.

Ab Anfang 1988 begann eine ungeplante längere Werftliegezeit, die auf der Tatsache beruhte, dass nach dem Kombüsen Brand am 15. Dezember 1987 beschlossen wurde das Schiff wieder instand zu setzen. Die Instandsetzungsarbeiten dauerten bis Mitte 1989 und kosteten ca. 86 Mio. D-Mark.

Anfang 1995 erhielt die MÖLDERS zwei RIM-116 RAM-Starter, zwei 6fach SRBOC-Düppelwerfer und zwei 20 mm Maschinenkanonen.

Nachdem ab Anfang des neuen Jahrtausends die Ersatzteilbeschaffung immer schwieriger wurde und die Maschinenanlage weder beim Personalbedarf noch beim Heizölverbrauch noch zeitgemäß war, zeichnete sich eine Außerdienststellung der Klasse 103B am Horizont ab.

Und so kam es dann auch. Am 28. Mai 2003 hieß es in Wilhelmshaven ein letztes Mal auf der MÖLDERS "Hohl nieder Flagge und Wimpel." Und damit gingen die Dienstzeit der Mölders nach 33 Jahren und 245 Tagen zu Ende. In dieser Zeit legte sie rund 675.000 Seemeilen auf allen Meeren zurück.

Auf ein Ende kann auch ein neuer Anfang folgen. Im Falle der MÖLDERS war der 23. Juni 2005 ein neuer Anfang nämlich als größtes schwimmendes Museumsexponat. Als Dauerleihgabe der Wehrtechnischen Studiensammlung in Koblenz an das Deutsche Marinemuseum in Wilhelmshaven krönt sie nun das Freigelände des Marinemuseums.
Damit ist der MÖLDERS (vorerst) das Schicksal ihrer Schwestern LÜTJENS und ROMMEL (die Abwrackung) erspart geblieben.

Weiterführende Links:

Technische Daten     Ereignisse     Angelaufene Häfen     Komandanten     Semmeilen übersicht

Bewertung: 4 / 5

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Kommandanten der Mölders

In ihren knapp 34 Dienstjahren hatte der Zerstörer Mölders 17 Kommandanten!

von bis Dienstgrad Name, Vorname 
20.09.1969  02.06.1971  Kapitän zur See  Fromm, Günther 
03.06.1971  08.09.1972  Kapitän zur See  Wetters, Ernst-Ludwig 
09.09.1972  01.10.1972  Kapitän zur See  Ehrhardt, Dieter 
01.10.1972  30.01.1975  Kapitän zur See  Mann, Hans-Joachim 
31.01.1975  30.09.1977  Fregattenkapitän  Dr. Hess, Sigurd 
01.10.1977  30.09.1980  Kapitän zur See  Pirschl, Günther 
01.10.1980  30.09.1983  Kapitän zur See  Czerny, Dieter 
01.10.1983  22.08.1985  Kapitän zur See  Noblé, Fritz 
23.08.1985  30.09.1986  Fregattenkapitän  Rehse, Horst 
01.10.1986  27.09.1988  Fregattenkapitän  Eichhorst, Gerhard Martin 
27.09.1988  04.10.1990  Fregattenkapitän  Trimpler, Hartmut 
04.10.1990  07.10.1993  Fregattenkapitän  von Puttkamer, Hubertus 
07.10.1993  05.09.1995  Fregattenkapitän  Heinzmann, Peter 
05.09.1995  27.01.1998  Fregattenkapitän  Signus, Frank 
27.01.1998  14.04.2000  Fregattenkapitän  Koch, Dirk Alex 
14.04.2000  30.06.2001  Fregattenkapitän  Rühle, Joachim 
26.06.2001  28.05.2003  Fregattenkapitän  Gemein, Michael 

 

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